Über 10.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich durch Suizid!
Mehr als durch Verkehrsunfälle, Drogen und HIV zusammen. Zum Welttag der Suizidprävention am 10. September 2026 rückt ein Thema in den Fokus, das oft im Schweigen erstickt.
Hinter jeder Zahl steht ein Mensch. Rund 90 Prozent der Betroffenen litten an einer psychischen Erkrankung, am häufigsten an Depressionen. Einsamkeit, Trennungen, finanzielle Not oder chronische Erkrankungen können der Auslöser sein. Besonders alarmierend: Bei Menschen über 65 ist die Suizidrate seit 2020 um 30 Prozent gestiegen. Suizid ist die häufigste Todesursache bei jungen Menschen und weltweit die dritthäufigste bei 15- bis 29-Jährigen.
Doch es gibt Hoffnung. In Bayern zeigt der Krisendienst, wie Hilfe gelingt: kostenlos, rund um die Uhr, in über 120 Sprachen – unter 0800/6553000. Das Nürnberger Projekt [U25] setzt auf Gleichaltrige: Junge Ehrenamtliche beraten Jugendliche in Krisen – niedrigschwellig und wirksam. Auch die Telefonseelsorge (0800/1110111) und therapeut24.de ist anonym und jederzeit erreichbar.
Suizidprävention braucht verlässliche Strukturen: ein Suizidpräventionsgesetz, geschützte Brücken und Bahnstrecken, Aufklärung in Schulen. Der Welttag erinnert uns: Suizide sind kein unvermeidbares Schicksal. Hinschauen, zuhören, Hilfe anbieten – das kann Leben retten.
„Ich liege jetzt zum 15. Mal in diesem Ding.“
Annemarie sagt das eher beiläufig.
Sie ist 45, ihre Brustkrebsdiagnose ist 15 Jahre her.
Fünfzehn Jahre das ist fast so lang, wie manche Menschen überhaupt erwachsen sind.
Und trotzdem liegt Annemarie noch immer regelmäßig in der Nachsorge.
Diesmal wieder MRT.
Sie liegt auf dem Bauch. Der Kopf irgendwo fest in einer Vorrichtung, der Körper eng umschlossen von diesem Gerät. Dazu dieser Lärm, der selbst durch die Kopfhörer noch erstaunlich laut ist.
Nicht bewegen, ruhig atmen, nicht panisch werden, einfach "entspannt bleiben", wie die nette Helferin es so einfach sagt.
Und dann warten, dem klopfenden Rhythmus lauschen, dann ziemlich gegen Ende, endlich läuft das Kontrastmittel ein, Das Ende ist fühlbar. Annemarie zählt rückwärs, rechnet im Kopf, addiert, substrahiert, beschäftigt ihren Kopf um die Angst nicht zu wecken.
Sie kann nichts tun, ausser ruhig zu liegen, damit die Bilder nicht verwackelt sind.
Denn während sie dort liegt, suchen sie.
Nach etwas, von dem Annemarie hofft, dass es nicht da ist.
Vielleicht müsste es beim 15. Mal leichter sein.
Sie kennt den Ablauf, sie weiß, dass es irgendwann vorbei ist, sie hat es schon vierzehnmal geschafft.
Aber sieweiß eben auch, warum sie dort liegt.
Und genau das macht es so schwer.
Annemarie ist seit 15 Jahren nicht mehr an Brustkrebs erkrankt.
Aber der Krebs ist auch nicht einfach aus ihrem Leben verschwunden.
Immer wieder gibt es etwas zu kontrollieren, etwas genauer anzuschauen, einen Befund, der noch einmal abgeklärt werden muss.
Das Leben geht weiter.
Und dann kommt wieder so ein Termin und für einen Moment ist dieses alte Gefühl zurück:
Was, wenn sie diesmal etwas finden?
Ich denke oft darüber nach, was wir eigentlich meinen, wenn wir sagen, eine Krebserkrankung sei „vorbei“.
Für Annemarie ist sie vorbei und gleichzeitig ist sie nicht vorbei.
Vielleicht ist genau das dieses merkwürdige Danach, über das wir so wenig sprechen.
Nicht ständig Angst, nicht ständig Krankheit, aber immer wieder diese Möglichkeit, die irgendwo im Hintergrund mitläuft.
Eine Art lebenslange Differentialdiagnose, so nenne ich dies.
Und vielleicht wird auch ein MRT beim 15. Mal nicht leichter.
Vielleicht weiß Annemarie dann einfach nur noch genauer, was sie sich wünscht, nämlich dass sie nichts finden.
#Brustkrebs #MRT #SharedDecisionMaking #Psychoonkologie #Angst #Rezidivangst
Wenn Verstehen im Körper ankommt
Du weißt es längst:
„Hier ist eine klare Grenze erreicht.“
„Ich muss jetzt Nein sagen.“
„Diese Beziehung tut mir nicht gut.“
Und trotzdem sagst du Ja.
Du bleibst.
Du passt dich an.
Du schluckst etwas herunter.
Warum?
Weil dein Körper auf die Situation möglicherweise noch nach einem alten Muster reagiert.
Vielleicht hast du vor langer Zeit Strategien erlernt, die sich sicher anfühlten:
Bloß keinen Konflikt.
Sei lieb.
Mach keine Umstände.
Verliere nicht die Verbindung.
Diese Strategien waren früher möglicherweise hilfreich, um die Bindung zu wichtigen Bezugspersonen aufrecht zu erhalten. Zu einer Zeit, in der wir als Kinder auf diese Beziehungen angewiesen waren, weil wir uns noch nicht selbst regulieren konnten.
Doch diese Muster können uns bis ins Erwachsenenalter begleiten.
Auch jetzt können eine Ablehnung, ein Konflikt oder eine Grenze noch sehr viel auslösen:
Der Körper reagiert mit Anspannung, Unruhe, Herzklopfen.
Du spürst einen Kloß im Hals oder Druck in der Magengegend.
Obwohl dein Kopf ja weiß:
Ich darf Nein sagen und ich bin trotzdem sicher.
Denn Verstehen allein verändert nicht immer sofort, wie wir uns fühlen oder reagieren.
Vielleicht ist genau das der Punkt, an dem es sich lohnt, nicht nur zu fragen:
„Was denke ich darüber?“
Sondern auch:
„Was spüre ich gerade?“
Denn manchmal zeigt uns unser Körper etwas, das wir mit dem Verstand in dem Moment nicht in Worte fassen können.
Und manchmal reagiert unser Körper noch auf Erfahrungen oder Strategien von früher, obwohl der Verstand längst weiß, dass es alte Muster sind.
Beides gehört zusammen.
Denn wir sind weder nur Kopf noch nur Körper.
Veränderung kann deshalb am besten gelingen, wenn wir nicht nur etwas verstehen, sondern es auch erfahren und verkörpern.
Eine Grenze setzen und erleben, dass die Beziehung trotzdem bestehen bleiben kann.
Nein sagen und akzeptieren, dass jemand enttäuscht sein darf.
Bei sich bleiben und spüren: Ich bin trotzdem sicher.
So können neue Erfahrungen entstehen.
Im Kopf. Im Körper. Im ganzen Menschen.
#Körperwahrnehmung #Beziehungsmuster #Psychotherapie
14 Tage, die alles veränderten
Während einer dieser Sitzungen führte ich ein entscheidendes Gespräch mit einem Oberarzt. Er machte mir ein Angebot und schlug vor, eine Verhaltenstherapie nach Beck zu beginnen. Ich atmete einmal kurz tief durch und traf meine Entscheidung: „Jo, ich bin dabei, ich mach das“.
Ich wollte endlich wissen, was wirklich mit mir los ist, denn mir wurde klar, dass da noch viel mehr im Verborgenen lag, als ich mir anfangs eingestehen wollte. Also hieß es für mich als nächsten Schritt: Ab rüber in die psychiatrische Klinik.
Welcher Moment hat in deinem Leben schon einmal den entscheidenden Anstoß für eine große persönliche Veränderung gegeben?
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um sich groß zu fühlen,
verrät damit nur seine eigene Größe. 😉
Denn solange ich ein eigenes Muster nur als Schwäche, Fehler oder Hindernis betrachte, bleibt meine Aufmerksamkeit vor allem darauf gerichtet, es loszuwerden. Spannender wird es mit einer anderen Frage:
Was passiert, wenn ich mein eigenes Verhalten nicht sofort bewerte, sondern zunächst verstehen möchte?
Das ist für mich ein wesentlicher Teil persönlicher Entwicklung, und auch von Selbstführung.
Nicht alles an sich gutzuheißen. Aber sich selbst gut genug zu kennen, um bewusster entscheiden zu können, was heute noch hilfreich ist und was nicht mehr.
🌿 Ihre Manuela Breuer
Expertin für gesunde Führung | Führungskräfteentwicklung | Mentale Gesundheit
Mit freundlicher Unterstützung von https://ltb-cinematics.de
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Der Moment der Wahrheit in Dinslaken
Stattdessen wurde mir ein Platz in einem nach Geschlechtern getrennten Gemeinschaftszimmer für 10 Männer zugewiesen. Meine erste Reaktion auf diese Nachricht war nur: „Um Gottes Willen“. Mir ging es in diesem Moment so schlecht, dass ich den Entschluss fasste: Hier endet meine bisherige Geschichte und ich muss definitiv anfangen, aufzuräumen. Ich willigte ein und konnte zwei Tage später dorthin gehen.
Die anschließende Zeit war der absolute Horror. Ich wurde ungeschönt mit den psychischen Erkrankungen und den Schicksalen der anderen Menschen konfrontiert. Ich merke bis heute, wie sehr mich das alles mitgenommen und geprägt hat.
Wie es in diesem Zimmer genau weiterging, erzähle ich euch im nächsten Teil.
Habt ihr schon einmal eine Situation erlebt, die euch im ersten Moment völlig überfordert hat?
Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!
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Warum Veränderung so schwerfällt – und trotzdem gelingen kann.
In meiner Arbeit begegnen mir immer wieder Menschen, die sagen:
"Ich weiß doch eigentlich, was ich verändern müsste."
Und trotzdem gelingt es oft nicht.
Das hat häufig weniger mit fehlender Motivation zu tun, als wir glauben.
Viele Verhaltensweisen waren einmal hilfreiche Lösungen.
Vielleicht haben sie Sicherheit gegeben.
Vielleicht haben sie geschützt.
Vielleicht haben sie geholfen, schwierige Situationen zu bewältigen.
Gerade deshalb lassen sie sich nicht einfach durch einen guten Vorsatz ersetzen.
Mich fasziniert immer wieder, wie viel leichter Veränderung werden kann, wenn wir zunächst verstehen, warum ein Muster überhaupt entstanden ist.
Zu diesem Thema habe ich einen neuen Artikel veröffentlicht:
"Warum Veränderung so schwerfällt – und trotzdem gelingen kann.“
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen.
🔗 https://gelungenes-leben.de/warum-veraenderung-schwerfaellt
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Gedanke der Woche - Montag
Ich habe manchmal das Gefühl, die Woche hat noch gar nicht richtig angefangen und wir sind schon gestresst.
Das Wochenende ist gerade vorbei und innerlich hängen wir noch daran.
- „Schon wieder Montag.“
- „Jetzt geht das alles wieder los.“
- „Diese Woche wird wieder anstrengend.“
- „Ich habe überhaupt keine Lust.“
Und zack, ist der Montag schon mit einer ganzen Ladung Stress versehen, bevor eigentlich überhaupt etwas passiert ist. Ich finde das spannend, weil es ja nicht nur der Montag ist. Wir verbinden mit diesem Tag inzwischen so viel. Arbeit. Termine. Verpflichtungen. Funktionieren. Leistung. Zeitdruck. Und manchmal auch einfach dieses Gefühl: Jetzt muss ich wieder.
Dabei zeigen Untersuchungen tatsächlich, dass es einen kleinen, aber messbaren Montagseffekt beim Wohlbefinden gibt. Besonders die Erwartung der Arbeitswoche und eine hohe Arbeitsbelastung spielen dabei eine Rolle. Und genau da wird es für mich interessant. Denn vielleicht passiert ein Teil des Stresses schon in unserem Kopf, bevor wir überhaupt am Schreibtisch sitzen.
Wir nehmen das Wochenende, das gerade schön war, und trauern ihm hinterher. Wir nehmen die kommende Woche und machen aus ihr schon am Sonntagabend ein Problem. Und dann wundern wir uns, dass wir montags nicht so richtig bei uns sind.
Vielleicht ist das auch eine Form von Funktionieren. Nicht erst dann, wenn wir unsere Aufgaben abarbeiten, sondern schon vorher. Wir schalten innerlich um auf: Los jetzt. Weiter. Es muss gemacht werden.
Und vielleicht merken wir dabei gar nicht, dass wir uns selbst schon wieder ziemlich weit nach hinten schieben. Ich frage mich deshalb inzwischen öfter: Was wäre, wenn Montag einfach Montag wäre?
Ein neuer Tag. Nicht automatisch ein schlechter Tag, nicht das Ende von Freiheit, nicht der Startschuss für eine Woche, die ich irgendwie überstehen muss. Vielleicht muss ich mich montags auch nicht sofort wieder komplett in den Funktionsmodus schalten.
Vielleicht darf ich erstmal ankommen und schauen, was heute tatsächlich vor mir liegt. Und nicht schon morgens die komplette Woche im Kopf durchleben. Denn genau das machen wir doch so oft: Wir sind körperlich am Montag, aber gedanklich schon bei Mittwoch, Donnerstag und allem, was noch kommen wird.
Und während wir versuchen, die Woche irgendwie in den Griff zu bekommen, verpassen wir möglicherweise den einzigen Tag, an dem wir gerade tatsächlich leben.
Heute.
Montag.
Vielleicht ist das meine kleine Erinnerung für diese Woche. Nicht gegen den Montag anzukämpfen, nicht dem Wochenende hinterherzutrauern und auch nicht schon heute die ganze Woche funktionieren zu müssen.
Einfach erstmal hier sein. Bei mir. Und schauen, was wirklich dran ist.
🌿 Weniger funktionieren. Mehr Du.
Herz-Licht Grüße
Melanie
#WenigerFunktionierenMehrDu
TEIL 6 - Manchmal ist das Nicht-Nachdenken...
Eine Notfalleinweisung in die psychiatrische Klinik – ein Moment, der alles verändern kann. Als ich die Einweisung bekam, hieß es nur: „Fahr jetzt dorthin, geh in die Notaufnahme und sprich vor. Denk nicht darüber nach, sondern tu es einfach.“
Albert Einstein sagte einmal: „In der Einfachheit liegt die Genialität.“ Und genau das hat mich in diesem Moment abgeholt. Nicht stundenlang grübeln, keine Was-wäre-wenn-Szenarien durchspielen, sondern einfach handeln. Das Wort TUN hat hier seine wahre Kraft gezeigt. 🚀
Dieser Schritt ins Krankenhaus nach Dinslaken war einer der besten meines Lebens. Es war der Startschuss für mich selbst.
Habt ihr auch schon mal eine schwierige Entscheidung getroffen, bei der das "einfach machen" alles zum Positiven gewendet hat? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren! 👇
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Eine Frage zum Nachdenken:
Manchmal verändert sich etwas nicht durch mehr Druck, sondern durch einen anderen Blick auf uns selbst.
🌿 Ihre Manuela Breuer
Expertin für gesunde Führung | Führungskräfteentwicklung | Mentale Gesundheit
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Paarberatung München
www.bottequin.de
Manchmal sieht man sich als Paar nicht mehr,
obwohl man zusammen lebt.
Und damit spreche ich nicht von Paaren,
die eine schlechte Brille tragen.
Sondern von Paaren,
die sich nur noch die to does zuwerfen
und sich gegenseitig und flüchtig die
Klinke in die Hand drücken.
Falls du das auch kennst und oder jemanden kennst, der das kennt (langer Schachtelsatz),
und dies ändern möchte,
dann….
Schau selbst unter diesem Link nach,
ob dich diese Möglichkeit anspricht,
und oder diesen weitergeben möchtest.
Ich bleibe hier gespannt auf dein Feedback in den Kommentaren.
Zu all deinen Gedanken,
diesen Zeilen und Möglichkeiten.
Ich bleibe gespannt freue mich darauf.
Konstruktiv ist Trumpf.
Und natürlich freue ich mich auch
über dein Like 👍🏻
Und auch über dein ♻️Teilen.
Tina
Online-Gruppe für Paare
https://lnkd.in/g8CDh8sp
Viele Menschen begegnen sich selbst mit Kritik,
wenn sie feststellen, dass sie immer wieder in alte Muster zurückkehren.
Doch unser Verhalten entsteht nicht zufällig. Oft war es einmal eine hilfreiche Lösung für eine bestimmte Situation.
Ein verständnisvoller Blick auf uns selbst bedeutet nicht, alles so zu lassen, wie es ist. Er schafft vielmehr die Grundlage dafür, neue Wege zu entwickeln.
Vielleicht ist die wichtigste Frage nicht:
„Warum mache ich das immer wieder?“
sondern:
„Was wollte dieser Teil von mir ursprünglich für mich erreichen?“
🌿 Ihre Manuela Breuer
Expertin für gesunde Führung | Führungskräfteentwicklung | Mentale Gesundheit
#Veränderung #Persönlichkeitsentwicklung #Psychologie #Selbstführung #GesundeFührung #GelungenesLeben #Leadership