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Monica Link
Monica Link am 06.11.2026 um 09:42:33 Uhr

Gehen oder bleiben - Entscheidungsprozesse in der Paartherapie

Schon Geheimrat Goethe konstatierte:
„Sonne kann nicht ohne Schein, Mensch nicht ohne Liebe sein“
Wenn Menschen „ Ich liebe dich“ sagen, meinen sie unterschiedliche
Dinge.

Sie werden am glücklichsten mit jemandem, der mit diesen Worten
etwas Ähnliches meint wie Sie.

Ein glückliches Paar ist ein Paar, das ein gemeinsames Leben
aufbauen, einen Platz in der Welt finden kann, denn wir brauchen
einen Platz in der Gemeinschaft der Menschen, wo wir uns beschützt
und angenommen fühlen.

Sollen wir unseren Platz in unserer Liebesbeziehung aufgeben, weil
er zu wenig von dem Leben beinhaltet, das wir uns vorstellen?
Oder sollen wir stattdessen Ansprüche und Vorstellungen aufgeben?
Und bleiben.

Den Schmerz über den verlorenen Platz, wenn der Partner uns
verlässt, nennen wir Liebeskummer.

Wir haben ein Ideal der modernen Liebesbeziehung:
Wir sind nicht mehr dieselben, wenn wir lieben, Liebe verändert uns,
bringt das Beste in uns hervor, macht uns mutig und stark. Es ist ein
Glücksfall, den Menschen zu finden, mit dem man auf einzigartige Weise kompatibel
ist.

Den Menschen zu finden, der mich für wertvoll hält -und umgekehrt.
In diesem Zustand kommen wir unserem idealen Selbst, so, wie wir
sein möchten, ganz nah. Wir sind in Höchstform.

Wahre Liebe schließt Verantwortung und Verpflichtungen ein, man
übernimmt Verantwortung für die Entscheidung zu lieben. Das
englische Wort Commitment ist ein moderner Begriff und bedeutet
übersetzt Engagement, Verpflichtung, Bekenntnis. Der Leitsatz einer


Liebesbeziehung lautet: Ich bin glücklich, dass du glücklich bist. Es
gilt als abgemacht, dass wir zwei jetzt die wichtigsten Menschen
füreinander sind und bleiben.

Eine Liebesbeziehung, lange, vertraute Zweisamkeit, liegt im Zentrum
des Lebensentwurfs, den wir uns geschaffen haben. Ihn versuchen
wir zu erhalten durch Loyalität, Berechenbarkeit, Ehrlichkeit,
Zuverlässigkeit. Indem wir an der Beziehung festhalten und nicht an
unseren Wünschen.

Liebe ist nicht Erfüllung, Liebe ist das Unerfüllte auszuhalten.
Eine glückliche Beziehung zu führen, ist eines der wichtigsten
Lebensziele und den richtigen Partner zu finden, ist eines der
wichtigsten Projekte in unserem Leben.

Liebe ist eine emotionale Beziehung, ein schützender Hafen, eine
sichere Basis, in der wir Trost, Fürsorge und Bestätigung finden. Bist
du für mich da? Ein deutliches Ja ist die Antwort eines sicher
gebundenen Partners.

Wir achten darauf, ob wir den Partner erreichen können, denn
Rückzug verunsichert, macht uns Angst. Wenn wir uns sicher
gebunden fühlen, nennen wir das Liebe.

Was lässt Paare glücklich miteinander leben?
Es gibt ein paar einfache Rezepte: Meinungsverschiedenheiten
aushalten, Unterschiede respektieren, mehr Komplimente und Lob
äußern, dafür weniger Kritik, idealerweise im Verhältnis 1/5, eher
angenehme Emotionen ausdrücken als unangenehme, Wünsche und
Bedürfnisse äußern statt Vorwürfe, Kompromisse bilden, d.h. jeder
gibt auf, worauf er verzichten kann, setzt durch, was ihm besonders
wichtig ist.


Die meisten Konflikte, circa 70 %, sind nach Untersuchungen des
amerikanischen Paarforschers John Gottmann ohnehin unlösbar. Also
geht es darum, Lösungen zu finden, um mit Problemen leben zu
können.

Und manchmal gibt es Zeiten, wo nur aushalten möglich ist, warten,
bis der Andere wieder bereit ist, am gemeinsamen Beziehungswerk
mitzuarbeiten.


Zu Beginn einer Beziehung sehe ich meinen Geliebten als Ehrengast
in meinem Leben, um den ich mich liebevoll kümmere, an dem ich
Anteil nehme, dessen Bedürfnisse sich genauso wichtig anfühlen wie
die eigenen. Ein kraftvoller Zustand positiver Resonanz entsteht,
wenn man gute Gefühle, positive Emotionen wie Freude, Interesse,
Inspiration teilen kann. Die Wahrnehmung von Einheit, Fürsorge,
Trost, Schutz und Unterstützung vermittelt Geborgenheit. Diese
Bindungsliebe kann bestehen bleiben, selbst wenn Romantik und
Erotik nachlassen.

Soweit die ideale Beziehungs-Vorstellung.
Und warum können wir uns dann nicht einfach immer weiter lieben
und glücklich sein, wenn es doch so einfach klingt? Und am Anfang
so einfach schien?

Vereinfacht ausgedrückt: weil Paarbeziehung, Partnerschaft, Ehe
nicht gleichzusetzen sind mit Liebesbeziehung. Ganz im Gegenteil
sogar! Deshalb endet auch jede Romantikkomödie mit dem
Hochzeits-Happy-End.

Wie sollen leidenschaftliche, erotische, romantische Liebe und
aushandelnde, faire Partnerschaft eins werden? Wir stehen vor der
wundersamen Aufgabe , unsere leidenschaftliche Sexualität mit einer
langdauernden, alle Lebensbereiche umfassenden, vernünftigen,
gleichberechtigten Partnerschaft zu vereinigen, womöglich sogar noch
mit Kindern.

Sehr leicht entsteht daraus eine sogenannte
Beziehungserwartungsstörung.


Seit nunmehr beinahe 25 Jahren treffe ich mich mit Paaren in meiner
Praxis zur Paartherapie. Es ist ein Privileg, dabei zu sein, wie
Liebespartner darum ringen, ein Paar zu bleiben oder wieder ein Paar
zu werden. Eine langjährige Liebesbeziehung gleicht einem
zwischenmenschlichen Hindernisparcours, der so schwierig werden
kann, dass manche Partner dann und wann an Ausstieg denken.
Liebesbeziehungen sind komplex und es gibt weder eine richtige Art
zu lieben noch eine ewig glückliche Beziehung. Lieben bleibt eine
Kunst.

Paartherapie kann dabei helfen, eine andere Perspektive
einzunehmen, eine andere Sicht auf die Beziehung und auf den
Partner zu finden.


Klassische Themen, die Paare zu mir führen, sind:
Nähe-Distanz-Konflikte, d.h. das Bedürfnis nach Selbstentfaltung und
Autonomie versus Bindungs-Nähe und Sicherheit müssen
ausgehandelt werden.

Der Anspruch auf Optimierung: Eigentlich wartet eine viel großartigere
Beziehung auf mich irgendwo - stattdessen mache ich faule
Kompromisse.

Die anfängliche Romantik ist verloren gegangen.
Die sexuelle Leidenschaft ist weg. Mein Partner hat weniger Lust,
bestimmt dadurch meine Sexualität.

Es gilt herauszufinden, welches die Elemente der Liebesbeziehungen
sind, auf die einer der Partner nicht verzichten will: Treue, Bindung,
Fürsorge, Sexualität, Leidenschaft, Intimität, Verbindlichkeit, Nähe,
Unterstützung in der Kindererziehung, berufliche Förderung.
Häufig geht es um Liebeskummer wegen Betrug, Untreue, Eifersucht
oder unerfüllte Sehnsucht und Einsamkeit, Entfremdung.
Oft gibt es Machtkämpfe in der Beziehung.

Manche Paare kämpfen mit Ängsten, Sucht-Erkrankungen,
psychischen Störungen.


Jedes Paar wird auf seine Weise glücklich, mit oder ohne Sex,
getrenntem oder gemeinsamem Schlafzimmer, Kindern. Probleme
existieren nicht einfach sondern sie sind unsere Sicht der Dinge, auf
unser Paar-Sein.

Leider ist es unsere Tendenz, dem Negativen mehr Aufmerksamkeit
zu schenken als dem Positiven. Wir befinden uns ständig in einem
Kreislauf der Interaktion. Jeder hat Anteil an dem, was in einer
Beziehung geschieht.

„Ich bin ja nur so, weil du so bist“ ist der Kernsatz , die Überzeugung.


Diese eigenen Anteile anzuerkennen, die Verantwortung dafür zu
übernehmen und nachzuvollziehen, was unser Verhalten im Anderen
auslöst, das ist es , wonach wir gemeinsam suchen.
Der Andere ist nie der Andere, sondern immer unser Bild vom
Anderen. Wir müssen Sorge tragen, unseren Partner nicht hinter
unseren Vorstellungen verschwinden zu lassen.
Das gelingt uns durch Achtsamkeit und Neugier.

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Melanie J o c h e m
Melanie J o c h e m am 06.11.2026 um 08:04:55 Uhr

„Das war damals eben vernünftig.“

Mir fällt auf, wie oft Frauen ihre Berufswahl erklären, bevor ich überhaupt danach gefragt habe. „Das war damals eben sicher.“ oder „Meine Eltern fanden das vernünftig.“ oder „Irgendwas Solides musste ich ja lernen.“


Solche Sätze begegnen mir immer wieder in Gesprächen. Und manchmal frage ich mich, warum wir eigentlich das Bedürfnis haben, unseren beruflichen Weg zu erklären. Als müssten wir ihn nachträglich noch einmal legitimieren.


Ich kenne das übrigens auch von mir. Meine Eltern sagten damals zu mir: „Kind, mach was Vernünftiges. Geh in die Lehre.“ Mein Vater war Kaufmann. Also lag es vermutlich nahe, dass ich eine kaufmännische Ausbildung machen sollte. Und so wurde ich Industriekauffrau.


Die erste Hälfte meines Berufslebens verbrachte ich im kaufmännischen Bereich.
Bin ich deshalb unzufrieden mit dieser Entscheidung? Nein, nicht wirklich. Im Gegenteil. Ich bin dankbar für das, was ich dort gelernt habe. Viele dieser Kenntnisse helfen mir bis heute – auch in meinem Coaching und in meiner therapeutischen Arbeit.


Und trotzdem bleibt da manchmal dieses kleine Fragezeichen.
Was wäre eigentlich gewesen, wenn ich damals anders entschieden hätte?
Wenn ich nicht zuerst gefragt hätte, was vernünftig, sicher oder erwünscht ist, sondern was mich wirklich interessiert?
Hätte ich mir einen anderen Weg zugetraut?


Vielleicht steckt genau hinter diesen Erklärungen, die wir so selbstverständlich abgeben, eine viel leisere Frage: Hätte ich auch anders gedurft?


Und weißt Du was? Ja. Hättest Du. Und das gilt nicht nur rückblickend für die 20-Jährige, die Du einmal warst. Das gilt auch heute noch. Mit 50 oder 60 muss es vielleicht nicht gleich ein komplett neuer Beruf sein. Nicht jede Veränderung braucht eine Kündigung, eine Umschulung oder einen radikalen Neustart. Manchmal beginnt sie viel kleiner.


Mit einem anderen Blick auf das, was Du bisher getan hast. Mit der Erlaubnis, eigene Interessen wieder ernst zu nehmen. Oder mit dem Mut, nicht länger nur das zu tun, was vernünftig erscheint. Denn Dein bisheriger Berufsweg ist kein Vertrag, an den Du für den Rest Deines Lebens gebunden bist.


Du darfst ihn wertschätzen und trotzdem neue Fragen stellen.
Und vielleicht ist genau das ein Teil von Weniger Funktionieren. Mehr DU.


Jetzt interessiert mich: Welchen Satz sagst Du über Deinen Berufsweg, bevor Dich überhaupt jemand danach fragt?


Und was würdest Du heute vielleicht anders entscheiden?
Ich freue mich, von Dir zu lesen, denn ich lese jeden Kommentar persönlich.


Weniger Funktionieren. Mehr DU.
Von Herzen
Melanie


#WenigerFunktionierenMehrDU

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Marlies Koel
Marlies Koel am 06.11.2026 um 07:53:10 Uhr

𝗩𝗶𝗲𝗹𝗹𝗲𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗯𝗶𝘀𝘁 𝗱𝘂 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗵𝗶𝗻- 𝘂𝗻𝗱 𝗵𝗲𝗿𝗴𝗲𝗿𝗶𝘀𝘀𝗲𝗻, 𝘄𝗲𝗶𝗹 𝗱𝘂 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘄𝗲𝗶ß𝘁,
𝘄𝗮𝘀 𝗱𝘂 𝘄𝗶𝗹𝗹𝘀𝘁.


Vielleicht weißt du es sogar ziemlich genau.
Du willst für andere da sein und für dich.
Du willst Sicherheit und Lebendigkeit.
Du willst Nähe und Freiheit.


Nur hast du möglicherweise gelernt, dass du dich entscheiden musst.
Und so wird aus zwei berechtigten Bedürfnissen ein innerer Kampf.


Die Lösung muss nicht darin liegen, eine Seite zu besiegen.
Denn was wäre, wenn beide Seiten ihre Berechtigung haben?


Wenn du deine Verlässlichkeit behalten darfst und trotzdem 
Nein sagen kannst?
Wenn du deine Vorsicht nicht verlieren musst, um etwas 
Neues zu wagen?
Wenn du verbunden bleiben kannst, ohne dich selbst aufzugeben?


𝗡𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘄𝗲𝗻𝗶𝗴𝗲𝗿 𝘃𝗼𝗺 𝗔𝗹𝘁𝗲𝗻, 𝗺𝗲𝗵𝗿 𝘃𝗼𝗺 𝗠ö𝗴𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲𝗻.


Das ist für mich ein entscheidender Unterschied.
Denn du musst nicht aufhören, der Mensch zu sein, der du bisher warst.
Du darfst entdecken, was außerdem in dir steckt.


𝗭𝘄𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝘄𝗲𝗹𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗯𝗲𝗶𝗱𝗲𝗻 𝗕𝗲𝗱ü𝗿𝗳𝗻𝗶𝘀𝘀𝗲𝗻 𝗳ü𝗵𝗹𝘀𝘁 𝗱𝘂 𝗱𝗶𝗰𝗵 𝗺𝗮𝗻𝗰𝗵𝗺𝗮𝗹 𝗵𝗶𝗻- 𝘂𝗻𝗱 𝗵𝗲𝗿𝗴𝗲𝗿𝗶𝘀𝘀𝗲𝗻?

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Anastasiia Sukhorukova
Anastasiia Sukhorukova am 05.11.2026 um 12:00:12 Uhr

Ich misstraue einfachen Erklärungen für komplizierte Situationen und Menschen.

Ein Mensch, der trotz schwieriger Erfahrungen, innerer Konflikte oder psychischer Belastung sein Leben so organisiert hat, dass zumindest ein Teil davon funktioniert, ist für mich kein „Fall“, auf den nur noch das passende Schema angewendet werden muss.


Dahinter stehen Entscheidungen, Versuche und Irrtümer, überwundene Ängste, Anpassungen – und oft sehr viele mögliche Szenarien im Kopf.


Von außen kann das erstaunlich einfach aussehen. Von innen ist es das meistens nicht.


Deshalb muss ich als Psychotherapeutin mindestens genauso differenziert denken wie der Mensch, der mir gegenübersitzt.


Mich stört Pathologisierung. Und mich stören schnelle Kategorien.


„Alle Narzissten sind Täter.“
„Borderline ist der Albtraum jeder Therapeutin.“
„Wenn Sie neben jemandem an Ihren Gefühlen zweifeln, sollten Sie gehen.“


Solche Sätze erklären schnell etwas. Aber selten einen Menschen.


Dasselbe gilt für Burnout. Natürlich können Schlaf, Delegieren oder Grenzen wichtig sein. Aber wenn jemand diese offensichtlich hilfreichen Dinge seit Jahren nicht tut, interessiert mich vor allem: Warum?


Es gibt nicht zwei identische Depressionen, Burnouts oder Borderline-Prozesse.


Ein zentraler Gedanke der Integrativen Psychotherapie nach Richard Erskine ist für meine Arbeit deshalb besonders wichtig:


Ungewöhnliches Verhalten ergibt in seinem konkreten Kontext Sinn.


Auch Selbstverletzung kann eine Funktion haben. Viele meiner Klient:innen mit Borderline-Prozessen konnten damit über lange Zeit einen kaum regulierbaren emotionalen Zustand verändern.


Ist das eine gute Strategie? Nein.
Hat sie funktioniert? Oft ja.


Verstehen bedeutet deshalb nicht, destruktives Verhalten gutzuheißen. Es hilft uns herauszufinden, welche Funktion es hatte, welches Bedürfnis dahintersteht – und was ein Mensch stattdessen lernen müsste.


Und Verstehen allein reicht ohnehin nicht.


Neben der kognitiven Ebene gibt es emotionale, körperliche, verhaltensbezogene und existenzielle Ebenen von Veränderung. Deshalb kann jemand sehr genau wissen, warum er etwas tut – und trotzdem nicht anders handeln können.


Diese Haltung prägt auch meine Supervision.


Wenn ein therapeutischer Prozess feststeckt, interessiert mich nicht zuerst, wer etwas „falsch“ gemacht hat. Mich interessiert: Was passiert zwischen Therapeut:in und Klient:in? Welche Gegenübertragung entsteht? Gibt es einen Parallelprozess?


Was ich dagegen sehr klar ablehne: Menschen nach 30 Sekunden Video und fünf Kriterien mit einer Persönlichkeitsstörung, „Narzissmus“ oder einer toxischen Beziehung zu versehen.


So funktioniert Diagnostik nicht.


Und Menschen funktionieren auch nicht so.

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Gaby Lehnert
Gaby Lehnert am 05.11.2026 um 11:17:15 Uhr

In Ihrer Familie erleben Sie täglich/ regelmäßig fordernde Belastungen...

 ... ein behindertes Kind/ ein zu pflegender Angehöriger/ eine Erkrankung/.... Gemeinsam finden wir Wege um mit den Herausforderungen besser umzugehen.

Ulrike Scholz
Ulrike Scholz am 05.11.2026 um 09:10:44 Uhr

Dafür tue ich, was ich tue.

Manchmal erreichen mich Nachrichten, die mich einfach nur berühren und sehr freuen.
So wie letzte Woche.


Im Sommer habe ich eine Studentin begleitet, die wegen ihrer Prüfungsangst Unterstützung gesucht hatte. 
Sie stand vor dem dritten und letzten Versuch, eine mündliche Prüfung zu bestehen. Bei einem weiteren Nichtbestehen hätte sie ihr Studium nicht fortsetzen können.
Es stand also viel auf dem Spiel.


In den Wochen danach habe ich immer wieder an sie gedacht und gehofft, dass es diesmal klappt.
Denn auch wenn ich gemeinsam mit meinen Klienten Strategien entwickele, wie sie besser mit belastenden Gedanken, innerer Anspannung und der Angst vor der Prüfung umgehen können, der Prüfungssituation müssen sie sich letztendlich selbst stellen.


Und dann kam die erlösende Nachricht: Meine Klientin hat die mündliche Prüfung bestanden!
Sie berichtete mir, wie anstrengend die letzten Tage vor der Prüfung gewesen waren und dass ihr die erarbeiteten Strategien, neue Sichtweisen auf ihre Gedanken und die Atemübungen dabei geholfen hatten, sich gut durch diese Phase zu führen.


Zu wissen, dass sie nun weiterstudieren kann, hat mich riesig gefreut.


Diese Rückmeldung hat mich einmal mehr daran erinnert, warum ich meine Arbeit mache:


Menschen die Hand zu reichen und sie ein Stück zu begleiten – bis sie ihren Weg wieder selbstständig weitergehen können.


Dafür bin ich dankbar. 💛



#Prüfungsangst #Psychotherapie #Erlangen

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Tina von Gadomski
Tina von Gadomski am 05.11.2026 um 07:44:00 Uhr

„Hypnosetherapie online? Musst du dafür nicht neben mir sitzen?“

Nein. 

Ich muss dich weder anfassen noch ein Pendel durch deinen Bildschirm schieben. 😉


Bei der Hypnose begleite ich dich mit meiner Stimme, 
mit Fragen und mit Anregungen, 
deine Aufmerksamkeit gezielt nach innen zu richten.


Du kannst dabei innere Bilder entwickeln, 
Gefühle wahrnehmen und neue Perspektiven erkunden.


Dafür müssen wir nicht im 
selben Raum sitzen.


Wir sprechen live miteinander.
Ich höre dir zu, 
sehe deine Reaktionen und passe 
meine Begleitung an dich an.


Du brauchst einen ungestörten Ort, 
einen bequemen Platz, 
eine stabile Verbindung 
und die Möglichkeit, 
dich auf die Sitzung einzulassen.


Also möglichst niemanden, 
der zwischendurch reinkommt 
und fragt, wo die Zeitung 
von letzter Woche liegt.


Ob Hypnosetherapie online zu dir 
und deinem Anliegen passt, 
klären wir vorher.


Auch, wie wir mit Unterbrechungen umgehen und was passiert, 
wenn die Verbindung abbricht.


Die Anfahrt kannst du dir dann sparen.
Die Auseinandersetzung mit dir selbst bleibt. 😉

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Jennifer Werner
Jennifer Werner am 04.11.2026 um 15:37:45 Uhr

Haaaaaaalt Stopp ✋🏼🛑

Grenzen zu setzen fällt uns oftmals unglaublich schwer, egal ob im beruflichen oder privaten Kontext. Und wir reden jetzt nicht von körperlichen Grenzen, wenn uns jemand zu nahe kommt, das ist nochmal ein ganz anderes Thema…
Es geht eher um die Grenzen in deinem Alltag. Der Kollege, der die Schicht schon wieder tauschen will; die Freundin, die in deiner heiligen Me-Time nen Kaffee mit dir trinken möchte, nur um ihre Sorgen wieder auf dir abzuladen; der Chef, für den du mal wieder noch eben schnell was fertig machen sollst, obwohl du eigentlich schon Feierabend hast usw. Alles Situationen, in denen wir eigentlich gerne Nein sagen würden und uns dann aber doch plötzlich Ja sagen hören, obwohl es uns gerade so gar nicht in den Kram passt.


Warum machen wir das immer wieder?
In den meisten Fällen aus einem einfachen Grund… Aus Angst. Angst von den Menschen, denen wir eigentlich gefallen wollen, abgelehnt zu werden, sie zu enttäuschen oder ausgegrenzt zu werden.  
 
Aber würdest du dich jetzt bewusst dafür entscheiden, dass deine Bedürfnisse und somit du weniger wert bist als andere? Der erste Impuls ist wahrscheinlich „Was? Nein!“ und trotzdem treffen wir genau diese Entscheidung oftmals unterbewusst. Denn immer dann, wenn wir -egal ob im privaten oder beruflichen- was tun, was wir eigentlich gerade gar nicht möchten, treffen wir unterbewusst die Entscheidung in dem Moment weniger Wert zu sein und das signalisieren wir uns selbst immer und immer wieder. Und jedes Mal kratzen wir damit an unserem Selbstwert ❤️‍🩹
 
Denk mal darüber nach… setzt du deine Grenzen und hältst sie auch ein? Wenn nicht, warum nicht? Oder ganz anders: Kennst du deine Grenzen und Bedürfnisse eigentlich (noch)?


#Grenzen #Selbstwert #Resilienz #Firmenseminare

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Marlies Koel
Marlies Koel am 04.11.2026 um 09:16:08 Uhr

„𝗠𝗶𝗿 𝗴𝗲𝗵𝘁 𝗲𝘀 𝗱𝗼𝗰𝗵 𝗴𝘂𝘁. 𝗜𝗰𝗵 𝗵𝗮𝗯𝗲 𝗸𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗚𝗿𝘂𝗻𝗱, 𝘂𝗻𝘇𝘂𝗳𝗿𝗶𝗲𝗱𝗲𝗻 𝘇𝘂 𝘀𝗲𝗶𝗻.“


Vielleicht kennst du diesen Satz und vielleicht hast du ihn schon benutzt, um eine leise Sehnsucht zum Schweigen zu bringen.
Weil du dankbar sein möchtest. Weil du niemanden verletzen willst.
Weil du denkst, Veränderung sei erst erlaubt, wenn etwas wirklich schlimm geworden ist.


Aber du darfst dankbar sein für das, was ist 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗶𝗿 𝘁𝗿𝗼𝘁𝘇𝗱𝗲𝗺 𝗲𝘁𝘄𝗮𝘀 𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝗲𝘀 𝘄ü𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻.


Das eine macht das andere nicht ungültig.
Du musst deine Vergangenheit nicht abwerten, um deine Zukunft neu zu gestalten.
Du musst niemandem beweisen, dass dein Leben schwer genug ist, um etwas verändern zu dürfen.


Vielleicht ist genau das dein nächster Wendepunkt:
Nicht mehr darauf zu warten, dass etwas von außen geschieht, sondern die eigene innere Stimme wieder ernst zu nehmen.


𝗪𝗲𝗹𝗰𝗵𝗲 𝗸𝗹𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗩𝗲𝗿ä𝗻𝗱𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴 𝘀𝗰𝗵𝗶𝗲𝗯𝘀𝘁 𝗱𝘂 𝘀𝗰𝗵𝗼𝗻 𝗹𝗮𝗻𝗴𝗲 𝗮𝘂𝗳, 𝗼𝗯𝘄𝗼𝗵𝗹 𝗱𝘂 𝘁𝗶𝗲𝗳 𝗶𝗻 𝗱𝗶𝗿 𝘄𝗲𝗶ß𝘁, 𝗱𝗮𝘀𝘀 𝘀𝗶𝗲 𝗱𝗶𝗿 𝗴𝘂𝘁𝘁𝘂𝗻 𝘄ü𝗿𝗱𝗲?

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Christina Metschulat
Christina Metschulat am 03.11.2026 um 15:46:26 Uhr

Depression bei Männern, wenn Traurigkeit als Wut erscheint

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Depression zeigt sich bei Männern oft anders als erwartet. Statt Traurigkeit und Weinen treten Gereiztheit, Rückzug oder übermäßige Beschäftigung auf. Deshalb wird die Erkrankung häufig übersehen.


Typische Anzeichen einer Depression bei Männern


 - Gereiztheit und kurze Zündschnur
 - Rückzug von Familie und Freunden
 - übermäßiger Alkohol oder Drogenkonsum
 - ständige Beschäftigung mit Arbeit oder Sport
 - Schlafprobleme, Erschöpfung, Antriebslosigkeit
 - körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Rücken oder Magenprobleme
 - Verlust von Interesse an Dingen, die früher wichtig waren
 - Gefühl der Leere oder der inneren Taubheit


Viele Männer haben gelernt, Probleme allein zu lösen. Hilfe zu suchen fühlt sich für sie wie Versagen an. Also wird weitergemacht, oft bis der Körper oder die Seele oder gar Beides nicht mehr mitmachen.


Was helfen kann


 - Anzeichen ernst nehmen, auch wenn sie nicht nach Depression aussehen
 - offene Gespräche ohne Bewertung
 - therapeutische Begleitung, die zu Männern passt
 - Bewegung und konkrete Schritte als Zugang
 - und nicht zuletzt: medizinische Abklärung bei körperlichen Beschwerden

Fazit: Depression bei Männern ist behandelbar. Der erste Schritt ist, das eigene Erleben ernst zu nehmen und sich Unterstützung zu holen.

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Marcus Woggesin
Marcus Woggesin am 03.11.2026 um 08:06:21 Uhr

Depression ist oft kein Mangel an Kraft. Sondern Wut, die nirgendwo hin durfte.

Depression verstehen. Eigene Muster erkennen. Neue Perspektiven entwickeln.


Das Geheimnis von Depressionen ist ein persönlicher Begleiter für Menschen, die ihre seelischen Belastungen besser verstehen und neue Wege für sich entdecken möchten.


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Melanie J o c h e m
Melanie J o c h e m am 03.11.2026 um 07:52:34 Uhr

Im Vertrieb gab es für alles eine Zielvorgabe. Für mein Befinden nicht.

Ich erinnere mich an Quartalsgespräche, in denen Zahlen auf den Tisch kamen. Umsätze, Ergebnisse, Entwicklungen, Abweichungen von den Zielen. Es wurde genau hingeschaut, was erreicht worden war und wo noch Luft nach oben bestand.


Das gehörte dazu. Schließlich war das Teil meiner Arbeit. Und trotzdem erinnere ich mich an einen Gedanken, der mir irgendwann nach so einem Gespräch kam: Wann hat mich eigentlich zuletzt jemand gefragt, wie es mir geht? Und zwar wirklich?


Heute begegnet mir das Thema immer wieder in anderer Form. Wenn Frauen gefragt werden: „Wie geht es Dir?“, erzählen sie häufig erst einmal, was sie alles geschafft haben. Wie voll die Woche war, was noch ansteht, welche Herausforderungen sie gemeistert haben und was gerade alles gleichzeitig läuft.


Oder es kommt ein schnelles „Danke, gut“.
Und dann?


Manchmal ist diese Frage tatsächlich nur ein freundlicher Einstieg in ein Gespräch. Eine Floskel, auf die ein ebenso routiniertes „Gut, danke“ erwartet wird. Das kennen wir vermutlich alle.


Manchmal steckt aber auch ehrliches Interesse dahinter. Und dann wird es plötzlich gar nicht so einfach.


Was antworte ich jetzt? Erzähle ich wirklich, wie es mir geht? Wie viel möchte ich von mir zeigen? Ist hier gerade ein kleiner Leistungsbericht gefragt oder darf ich auch sagen, dass ich müde bin, dass mir etwas zu viel wird oder dass ich selbst gerade gar nicht genau weiß, wie es mir geht?


Ich glaube, diese Unsicherheit hat auch damit zu tun, dass wir so sehr daran gewöhnt sind, unser Leben über das zu beschreiben, was wir leisten und bewältigen.
Dabei ist unser Befinden keine Kennzahl. Es lässt sich kaum in eine Zahl fassen, in einen Fortschrittsbericht packen oder mit einem Zielwert vergleichen.


Und trotzdem darf die Frage gestellt werden. Von anderen. Und vor allem von uns selbst.
Denn wann nehmen wir uns eigentlich die Zeit, wirklich hinzuspüren und uns ehrlich zu fragen: Wie geht es mir gerade? Was beschäftigt mich? Was brauche ich? Und wie lautet die Antwort, wenn ich einmal all das weglasse, was ich heute erledigt und für andere getan habe?


Vielleicht beginnt genau dort etwas: bei einer Frage, die wir uns selbst wieder öfter stellen. Und bei der Erlaubnis, die Antwort darauf ernst zu nehmen.


Wie antwortest Du auf die Frage „Wie geht es Dir?“ – und wann hast Du Dir diese Frage zuletzt selbst ganz ehrlich gestellt?


Ich freue mich auf Deine Gedanken.


Weniger Funktionieren. Mehr DU.


Von Herzen
Melanie


#WenigerFunktionierenMehrDU

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Tina von Gadomski
Tina von Gadomski am 03.11.2026 um 07:24:08 Uhr

Im Auto lassen sich Männer längst den Weg vom Navi zeigen.

Im Leben glauben sie aber noch zu oft,
sie müssten jede Abzweigung alleine finden.


Auch wenn sie längst nicht mehr wissen,
wie es weitergehen soll.


Mich beschäftigt das.
Denn es geht dabei oft um mehr,
als nur ein bisschen männlichen Eigensinn.


Rund sieben von zehn Menschen,
die 2025 in Deutschland 
durch Suizid starben,
waren Männer.


Dahinter stehen unterschiedliche Lebensgeschichten.


Das lässt sich sicher nicht allein auf
„Männer fragen eben nicht nach Hilfe“
reduzieren.


DESWEGEN ERSTRECHT
möchte ich einen Weg finden und wissen,
wie Unterstützung euch Männer besser 
und früher erreichen kann.


Deshalb meine Frage an euch Männer:


Was müsste sich verändern,
an Euren Vorstellungen,
an der Ansprache
oder ganz konkret an einem 
Angebot wie meinem?


Damit


„Ich hole mir Unterstützung“


genauso selbstverständlich wird wie
„Ich schalte das Navi ein.“


Was würde diesen Schritt für euch 
Männer leichter machen?


Vielleicht sogar etwas, 
dass ihr zur Selbsthilfe nutzen könnt, 
wie eine Gebrauchsanleitung? 


Übrigens kannst du gleichzeitig Verantwortung tragen
und dir Unterstützung holen.


Was im Beruf gut funktioniert,
gelingt genauso im privaten 😉


Tina, 
Eure Freiheitsarchitektin®️

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Andrea Klara Fröhlich
Andrea Klara Fröhlich am 02.11.2026 um 11:23:35 Uhr

Die dunkle Jahreszeit als Einladung

Dieser Text wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Wie Innehalten in der psychosozialen Beratung neue Kraft schenkt


Wie kommen wir gut durch die dunkle Jahreszeit? Was tut Körper und Seele gut, wenn die Tage kürzer werden?


Vielleicht, indem wir lernen, die Dunkelheit nicht nur als etwas zu betrachten, das wir überwinden müssen. Wenn die Abende früher hereinbrechen, verändert sich auch unser Rhythmus. Während der Sommer voller Bewegung im Außen war, schenken uns Herbst und Winter den Raum für das Innehalten.


Ich empfinde diese Zeit als Einladung, den Blick nach innen zu richten. Nicht um uns hinter einer schweren Rüstung zu verstecken, sondern um in der Stille aufzuräumen. Auf einer tieferen Ebene.


✨ Was trägt Sie wirklich? Was dürfen Sie loslassen? Wer sind Sie, wenn es im Außen stiller wird?


Vielleicht kommen wir gerade dann gut durch diese Monate, wenn wir uns erlauben, langsamer zu werden. Sie müssen in dieser Zeit nicht perfekt funktionieren. Sie dürfen die schützende Rüstung ablegen und wieder zur freien Gestalterin oder zum freien Gestalter Ihres Lebens werden.


Möchten Sie die Stille dieser Jahreszeit nutzen, um Ballast abzuwerfen und wieder ganz bei sich anzukommen? In meiner psychosozialen Beratung begleite ich Sie dabei, Ihre inneren Lichter wiederzuentdecken und Ihren ganz eigenen Weg zu gestalten.


Nutzten Sie die ruhigen Monate für einen Neubeginn – ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

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Marlies Koel
Marlies Koel am 02.11.2026 um 07:50:01 Uhr

Am 15. & 16. Oktober fand der Expertenkongress in Mastershausen statt und am 16. Oktober wurde ich von der Moderatorin interviewt.


Hier die Links zu meinem FreiDuSelbst-Test und zum Buch.


https://drmarlieskoel.com/mentorin/der-freiduselbst-test.html