Ich glaube, ich stecke gerade irgendwo zwischen Bild zwei und Bild drei fest.
von Friederike von Corratio – 13. Oktober 2026Dieser Text wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Seit geraumer Zeit findet das, was ich erlebe und was mich beschäftigt, immer häufiger seinen Weg in meine Kunst.
In meiner Prozessbegleitung erzählen mir Menschen von Veränderungen, die sie gerade bewältigen müssen. Beruflich. Persönlich. In Beziehungen. In der Art, wie sie leben wollen.
Und gleichzeitig erlebe ich selbst, wie vieles, was selbstverständlich erschien, in Bewegung geraten ist.
Mit dem Kopf verstehe ich ziemlich viel davon. Ich kann Veränderungsprozesse einordnen und andere Menschen darin begleiten.
Und trotzdem tue ich mich selbst manchmal verdammt schwer damit.
Dabei ist mir eines wichtig:
Ich will nicht zurück.
Ich wünsche mir nicht die alte Welt zurück.
Was mir schwerfällt, ist das Dazwischen.
Wenn das Alte nicht mehr trägt – und das Neue noch keine erkennbare Form hat.
Vielleicht gestalte ich deshalb gerade so viel mehr meiner Kunst.
Diese Arbeit ist über mehrere Wochen entstanden.
Links begann es mit „Neun Inseln“: neun voneinander getrennte Einheiten. Eine erkennbare Ordnung.
Dann kam die Erschütterung. Die Inseln zerfielen, das Material verteilte sich.
Ich nannte diesen Zustand „Erdbeben“.
Irgendwann habe ich dasselbe Material wieder aufgenommen. Nicht, um die neun Inseln wiederherzustellen. Sondern um zu schauen, was daraus jetzt werden will.
So entstand „Neuordnung der Welt“.
Erst als ich die drei Arbeiten nebeneinander sah, verstand ich, was sie auch mit mir machen.
Das dritte Bild empfinde ich als stärker als das erste.
Ich sehe darin Gemeinschaft. Die einzelnen Elemente sind noch da, aber sie bilden etwas Gemeinsames.
Und dieser Anblick beruhigt mich tatsächlich.
Vielleicht, weil meine Kunst meinem Nervensystem ein Bild für etwas gibt, das mein Kopf längst weiß:
Nur weil eine Ordnung zerfällt, heißt das nicht, dass danach keine mehr kommt.
Vielleicht liegt genau hier auch die Verbindung zwischen den Dingen, die ich tue:
Als Künstlerin gebe ich dem, was mich bewegt, eine sichtbare Form.
Beim Schreiben suche ich Worte dafür.
Und als Prozessbegleiterin begleite ich Menschen in diesen Zwischenräumen – wenn das Alte nicht mehr passt und das Neue noch nicht sichtbar ist.
Und dieses Mal gibt mir die Form sogar Hoffnung.
Wem geht es ähnlich?
Nicht zurückwollen. Aber das Neue noch nicht sehen können. Und dieses Dazwischen manchmal nur schwer aushalten.
„Zwischen den Ordnungen“, 2026
Land Art · Fotografie · Dreiteilige Arbeit
Von links nach rechts: „Neun Inseln“ – „Erdbeben“ – „Neuordnung der Welt“
© Friederike von Corratio