Ikigai ist für mich kein Tool.

von Antje Petershagen – 15. September 2026

Ich arbeite seit Jahren damit, im Coaching und inzwischen auch immer wieder dort, wo Menschen an einem Punkt ihres Lebens stehen, an dem die bisherigen Fragen nicht mehr weiterführen.
Dabei benutze ich Ikigai nicht als fertiges Modell, das am Ende eine Antwort auf die Frage liefern soll, was jemand mit seinem Leben anfangen sollte.
Ich verstehe Ikigai eher als Denkraum.
Und ein Denkraum muss nicht gleich mit der großen Frage nach dem Sinn des Lebens beginnen.
Manchmal reicht zunächst eine einzige Frage.
Was tut mir eigentlich gut?
Was möchte ich wieder mehr in meinem Leben haben?
Was fehlt mir?
Was kann ich gut und wo möchte ich diese Fähigkeit überhaupt einsetzen?
Was gibt mir Energie und was nimmt sie mir?
Welche Menschen sind mir wichtig?
Was möchte ich verändern?
Und manchmal ist die entscheidende Frage eine ganz andere, die sich erst im Gespräch entwickelt.
Genau deshalb kann ich Ikigai anpassen.
Ich muss nicht immer alle Bereiche bearbeiten, ich muss nicht zwingend zu einem Ergebnis kommen und schon gar nicht muss am Ende ein neuer Lebensplan stehen.
Manchmal ist das Wertvollste, was aus einem solchen Denkraum entsteht, eine Frage, die einen Menschen ein Stück weiterbringt.
Es kommt nicht immer zu der "großen" Veränderung, aber oft zu einem Perspektivenwechsel.
Und dieser kann auf den Weg zur Veränderung führen. Nicht immer braucht es eine Antwort, aber es braucht Raum für eine Frage, die vorher keinen Raum hatte.

#Ikigai #Denkraum #Coaching #Lebensfragen #Lebensfülle #Psychoonkologie #Berührungsräume #Gesundheit

Weitere Blogbeiträge mit den Schlüsselworten