Oft typisch in Beziehungen.

von Tina von Gadomski – 22. September 2026

Er sagt:

„Mir ist eigentlich nur wichtig:
Happy wife …“

Ich sage:

„Ich glaube, dir ist vor allem wichtig:
Happy Frieden.“

Wir lachen beide.

Aber eigentlich ist das gar nicht so lustig, sage ich dann.

Denn hinter
„Mir ist das nicht so wichtig“
steckt oft keine Gelassenheit,
sondern oft schlichtweg Konfliktvermeidung.

Dann wird aus:
„Ich will keinen Streit.“

irgendwann der Vorwurf mit Unterton:
„Dann machen wir es eben so, 
wie du willst!“

Und irgendwann vielleicht sogar ein:
„Mir ist das alles egal.“ 

Nur ist es ihm eben nicht egal, 
Sondern bereits eine Form der Resignation.

Er hat die eigenen Wünsche so lange zurückgestellt,
Bis Mann sich und seine Bedürfnisse vergessen hat.

Und genau da wird es gefährlich:
Für ihn selbst, seine Partnerschaft, 
seinem Umfeld und auch im Business. 

Wer seine eigenen Grenzen, 
Bedürfnisse und Wünsche nicht kennt und nicht vertritt, 
überlässt anderen zwangsläufig nicht nur mehr Raum, 
sondern auch die Führung.

Und fühlt sich dann irgendwann nicht nur fremdbestimmt, 
sondern wird es tatsächlich auch.

Andere verlieren allmählich 
den Respekt vor ihm.

Dann kommt seine Wut, 
wenn die 
Bedrängnis zu groß wird.

Auf die Beziehung.
Auf die Mitarbeiter. 
Auf die Kinder.
Manchmal auf das ganze 
„verdammte“ Leben.

Spätestens an dieser Stelle sollte dieser Mann sich folgende Frage stellen:

An welcher Stelle habe ich aufgehört, selbst Position zu beziehen?

Frieden ist nämlich nicht zu 
verwechseln mit Harmonie.

Und sich immer anzupassen,
führt sicher nicht zwangsläufig 
zu einer guten Beziehung.
In keinen Bereichen! 

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