Wann hast Du eigentlich das letzte Mal.....
von Friederike von Corratio – 21. Juli 2026Wann hast Du eigentlich das letzte Mal in Ruhe und ohne Druck mit jemandem zusammengesessen und über die Welt nachgedacht? Ohne Hass, ohne Hetze, ohne Meinung, ohne Auftrag, ohne Bedarf, jemanden zu überzeugen?
So ist mein Claim entstanden.
Nicht am Schreibtisch.
Sondern in einem Gespräch über Hilflosigkeit.
Wir saßen in einer kleinen Gruppe zusammen und sprachen darüber, wie schwer es ist, Situationen auszuhalten, in denen man nichts tun kann.
Nicht helfen.
Nicht beschleunigen.
Nicht lösen.
Hilflosigkeit ist kaum auszuhalten.
Vielleicht auch deshalb, weil wir so gerne glauben möchten, dass wir mit genügend Anstrengung alles verändern können.
Aber manchmal geht das nicht.
Manchmal bleibt nur, die Situation zu halten.
Nicht aufzugeben – sondern sich hinzugeben.
Im Englischen gibt es dafür das Wort „surrender“.
Im Deutschen sagen wir oft „aufgeben“.
Aber aufgeben klingt nach Ende.
Nach Scheitern.
Dabei geht es für mich um etwas völlig anderes.
Es geht darum, anzuerkennen, dass Veränderung manchmal nicht dadurch entsteht, dass wir mehr tun.
Sondern dadurch, dass wir ihr Raum geben.
In diesem Gespräch entstand plötzlich das Bild einer Schmetterlingspuppe.
Von außen scheint nichts zu passieren.
Wenn man sie nicht kennt, könnte man denken: Da passiert gerade gar nichts.
Und doch baut sich im Inneren alles um.
Nicht Schritt für Schritt auf einer geraden Linie.
Sondern gleichzeitig in viele Richtungen.
Genau in diesem Moment entstand ein Satz, der mich seitdem begleitet:
Nicht Zeit für Veränderung.
Sondern Raum für Veränderlichkeit.
Ein Raum, in dem Entwicklung nicht linear sein muss.
In dem es vor und zurück gehen darf.
Nach oben und unten.
Nach innen und außen.
Ein Raum, in dem scheinbarer Stillstand trotzdem Veränderung sein kann.
Seitdem begleitet mich dieser Gedanke – im Coaching, beim Schreiben und im Leben.
Vielleicht brauchen wir manchmal gar nicht mehr Tempo.
Vielleicht brauchen wir zuerst einen größeren Raum, in dem Veränderung überhaupt entstehen darf.
Wie erlebst Du das?
Gab es in Deinem Leben schon einmal eine Phase, in der von außen scheinbar nichts passiert ist – und Du erst später gemerkt hast, dass sich im Inneren längst alles verändert hatte?
#RaumFürVeränderlichkeit #danke Irma!
Dieser Text wurde mit KI erstellt oder bearbeitet.