Warum ärgern?

von Christian Krause – 02. September 2026

Ich gebe es zu ich habe mich oft und viel geärgert. Anlass gab und gibt es genug. Ergibt das Sinn? Ändert es etwas? Nein, tut es nicht. Na ja für mich selbst schon. Ich fühle mich schlechter, hab mir den Moment, den Tag versaut. Juckt niemanden sonst. So wird das nichts. Warum also die Information nicht anders nutzen? Warum nicht dankbar sein, dass Menschen sehr deutlich zeigen, wenn es besser ist Abstand zu halten? Deswegen mehr Liebe für Menschen, die
 
-> Ja, aber benutzen. Meistens zeigen sie damit, dass sie nicht zu hören wollen oder können. Nicht zwei Gedanken für wahr halten können. Sich selbst am liebsten reden hören. Sie wollen mit vermeintlichem Scharfsinn glänzen. Da ist es meist zwecklos und reine Zeitverschwendung auf einen Dialog zu warten. Ja, aber ist mehr als Einwand, es bringt dich permanent in die Defensive. Du sollst in die Rechtfertigung gehen. Nö
 
-> Nicht in der Lage sind außerhalb von Kategorien zu denken. „Wer nur in Schubladen denkt, könnte in einem Schrank hocken.“ Ich kann mich leider nicht erinnern, woher ich dieses Zitat habe. Die eigene Schublade ist sowieso die tollste, die die über jeden Zweifel erhabene Schublade und alle anderen bestenfalls mittelmäßig. Da geht es meistens eh nur um den Vergleich. Die eigene Schublade zeichnet sich vor allem durch ihre Überlegenheit gegenüber den anderen Schubladen aus. Und damit es auch schön so weitergeht werden munter neue Schubladen aufgemacht.
 
-> Andere Menschen nach ihren Attributen beurteilen und nicht nach ihrem Verhalten. Das Beste, was du hier erreichen kannst ins Neutrale kommen. Du startest so derart im Minus, dass du dankbar sein sollst überhaupt atmen zu dürfen. Du musst erstmal etwas beweisen. Was? Was auch immer. Ist völlig egal. 
 
Bonus: Alle, die immer noch so´n Manfred, so´n Dieter oder so´ne Birgit benutzen. Ich fand es schon immer ätzend. Vielleicht schon vergessen, aber davor waren es Kevins oder Chantals. Und davor waren Alis oder Ayses. Kopieren war schon immer erbärmlich. Von dummen Menschen kopieren...

Dennoch bin ich dankbar und wünsche Einsicht. Bis dahin geh doch andern auf den Keks.