Es gibt Wendepunkte im Leben, die wir uns nicht ausgesucht haben.

von Lucie Hohmann – 27. August 2026

Zum Beispiel:

- Eine berufliche Rolle, die lange funktioniert hat, trägt plötzlich nicht mehr.
- Eine Beziehung verändert sich.
- Die Kinder werden selbstständig.
- Eine Krise, eine Krankheit oder ein Verlust zwingt uns zum Innehalten.

Oder wir merken einfach:
So wie bisher kann – oder möchte – ich nicht mehr weitermachen.

Viele Menschen reagieren an solchen Punkten zunächst mit dem, was sie immer gut konnten:
Noch mehr leisten.
 - Noch mehr Verantwortung übernehmen.
 - Noch mehr organisieren.
 - Noch mehr versuchen, alles zusammenzuhalten.

Aber was passiert, wenn genau diese Strategien irgendwann nicht mehr funktionieren?

Vielleicht beginnt dann eine andere Frage.
- Was möchte ich eigentlich behalten?
- Was möchte ich nicht mehr weitertragen?
- Und wer bin ich, wenn ich nicht mehr ständig leisten muss, um meinen 
 Platz zu sichern?

Eine Weggabelung fühlt sich nicht immer wie eine Chance an.
- Manchmal fühlt sie sich zunächst nach Verlust an.
- Nach Erschöpfung.
- Nach Orientierungslosigkeit.
- Nach dem Ende dessen, was bisher Sicherheit gegeben hat.

Aber vielleicht liegt genau darin auch eine Möglichkeit:
Nicht sofort den nächsten Weg zu kennen.

Sondern zunächst stehen zu bleiben und zu fragen:
- Was davon gehört wirklich noch zu mir?

Mit diesen Fragen werde ich mich hier in der nächsten Zeit beschäftigen.
- Es wird um Veränderung gehen.
- Um Erschöpfung und Resilienz.
- Um Leistung und Selbstwert.
- Um Verantwortung und Grenzen.
- Um Bindung, Zugehörigkeit und Verlustangst.

Und um die Frage, wie wir ein Leben gestalten können, das uns nicht nur fordert – sondern uns auch trägt.

Vielleicht stehst du gerade selbst an einer Weggabelung.
#Weggabelung #Veränderung #Selbstwert #Resilienz #Neuorientierung